| "Ohne mich" - meinte Captain Udo Bassl - müsse die „Vierte“ in Vilsbiburg auskommen. Er hätte da zwar gern gespielt (wer's glaubt wird selig), sei aber zu einem Seminar als Gastredner zum Thema „Kegeln, auch im hohen Alter“ geladen und müsse da hin. Ganz demokratisch entschied Udo alleine, dass Rainer Merkel der Ersatzcaptain wäre und alle auf sein Kommando zu hören hätten. Für die erste Mannschaft wäre Vilsbiburg ein Lokalderby, für die Vierte hingegen eine Expedition ins Ungewisse. Zwei Mannschaftsmitglieder schwörten, noch nie soweit südlich gewesen zu sein und dass sie sich schon auf das mediterrane Ambiente freuten. Dank modernster Navigationstechnik fand man schließlich die Vilsbiburger Kegelhalle. Noch relativ gutgelaunt beriet man sich über die erfolgversprechenste Aufstellung und kam zu dem Ergebnis, dass Helmut Haas und Franz Rasch, der auch rasch wieder nach Hause musste, die Schlacht um den dritten Tabellenplatz beginnen sollten. Das sah auch nach einem gelungenen Schlachtplan aus, da Helmut 428 und Franz 426 Holz und somit satte 70 Holz mehr als ihre Gegner erkämpfen konnten. Leider hatten die Vierte ihr Pulver damit verschossen. Kai Kästner konnte sich zwar grade noch über die 400er Marke retten (403), aber auf den Bahnen 5 und 6 kündigte sich schon Unheil an. Rudi Kopp wurde vom Ersatzcaptain Rainer nach 50 Schub und 171 Holz kurzerhand durch Jugendspieler Sebastian Raspe ausgetauscht.Leider hatte auch Sebastian seine Form daheim vergessen und wurschtelte sich mit 187 Holz knapp an der Blamage vorbei. Apropos vorbei, das war’s auch mit dem schönen Vorsprung - nun war man knapp hinten. Aber man hatte ja noch zwei heiße Eisen im Feuer, denn Sven Müller und Rainer Merkel befinden sich seit Wochen in einer sehr guten Form bzw. befanden sich in einer solchen. Zwar konnten beide je eine Tagesbestleistung hinlegen, leider aber waren das bei Sven die meisten Fehlschub (15) und bei Rainer die wenigsten Holz ins Volle (253). Schwer geknickt schlichen die beiden dann mit 379 und 382 Holz von den Bahnen und suchten sich je ein Eck zum Schämen, hatten ihre Gegner doch 100 Holz mehr erkämpft und somit einen 2493:2377-Erfolg für Vilsbiburg erzwungen. Nachdem man noch eine halbe Stunde gestritten hatte, wer den nun diese Niederlage Captain Udo gestehen muss und welche Ausreden dabei eine Rolle spielen, fuhr man wieder zurück ins Oberbayrische und gelobte Besserung für das nächste Spiel am 4. Dezember gegen Neuhausen. A Klasse West Herren (8.Spieltag) |
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 Franz Rasch 426 Holz |
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