Dieses Jahr wollen wir selbstverständlich einen Schritt weiter gehen und beide Punkte einfahren. Wäre da nicht die sagenumwobene Bahnanlage in einem kleinen Örtchen am Rande des Bayerischen Waldes. Eine ehrliche Kegelbahn, mit einem Gratis-Verwöhnangebot an Ergebniskosmetik. Besser gesagt mit einer Radikalkur (bzw. Radikalkorrektur) des mit Mühe aufgebauten Gesamtschnitts.
Unter diesen Umständen entschloss man sich, die Trainingsrunde in ein Trainingsmatch zu wandeln. Der Sieger sollte zwar keine zwei Punkte nach Hause tragen, dafür aber an einem köstlichen Getränk Freude haben. Offenbar weiß unsere Bahnanlage über die bevorstehende Auswärtspartie Bescheid und tat Ihres dazu, um uns ein möglichst wettkampfnahes Szenario zu bieten. Wir starteten auf ungewohnt schwer und sehr zäh zu spielenden Bahnen. Zusätzlich stellten zahlreiche defekte Bremsen bereits abgeräumte Kegel wieder auf. Nach 50 Schub Halbzeit. Die Ergebnisse 214, 215 und etwas über 220 Holz. Überragende Leistungen, zumindest unter diesen Bedingungen. „Es kann ja nur noch besser werden“ sagte der Letztplatzierte und erspielte 189 Holz auf die folgenden 50 Wurf. Zugegeben, die 189 Holz sind geschwindelt, aber durchaus denkbar, wechselt man mit diesem Ergebnis und mangelnder Erfurcht die Bahn in Hofdorf.
Das Match hingegen blieb spannend. Benedikt setzte sich mit einem Gesamtergebnis um die 440 an die Spitze. Wer ihm sein Getränk zu zahlen hat, blieb offen bis zum Schluss. Mit einem „Stier“ setzte sich Thorsten in Mitte der letzten 10 Schub zusätzlich unter Druck, räumte diesen zwar sauber ab, musste sich auf die letzten beiden Wurf jedoch geschlagen geben und Stefan mit brachialen zwei Holz Vorsprung ziehen lassen. Haha!
Nach einem spannenden Match waren sich Gewinner, Verlierer und Mittelspieler aber einig, dass man gut auf Hofdorf vorbereitet ist. Und nachdem uns die eigene Bahnanlage zusätzlich unter die Arme greift, sind zwei Punkte fest eingeplant!
 |